Perlen

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Perlen – Das Geschenk des Meeres

Perlen sind einzigartige Bildungen der Muschel mit einer Ausstrahlung, die zugleich fesselt und verzaubert. Bereits beim Öffnen der Muschel sind sie vollendet und vollkommen. Die zarten Regenbogenfarben der Perle bedürfen nicht der Kunst eines Schleifers um ihre ganze Schönheit zu entfalten. Ihre sanfte, unaufdringliche und doch augenfällige Eleganz findet bereits seit Jahrtausenden ihre Bewunderer. Doch was einst einer Königin Kleopatra vorbehalten blieb, dürfen dank Skielka Designschmuck heute viele genießen:

Die Faszination Perle!

Wir bieten Ihnen Perlen an, welche aus den bekanntesten Perlzuchtbetrieben Asiens und der Südsee kommen. Die Perle, ein Sinnbild für Exklusivität, ist heutzutage wegen des günstigen Einkaufs für jedermann erschwinglich geworden. Wir wollen Ihnen die Freude an Perlen vermitteln und die verblüffende Vielfalt an Formen, Farben und Arten aufzeigen.

Die Bildung der Perlen

Perlen entstehen in Muscheln oder Schalentieren, die zu den Mollusken gehören. Sie leben sowohl im Salzwasser der Ozeane als auch im Süßwasser von Flüssen und Seen. Perlenähnliche Gebilde können in allen Mollusken entstehen, perlbildend sind dagegen nur wenige Arten. Im Salzwasser sind es die der Gattung Pinctada und Pteria (für Mabe), im Süßwasser sind es die Gattungen Margaritifera, Unionida, Cristaria, Anodonta sowie Hyriopsis. Manchmal entstehen Perlen aber auch in Meeresschnecken, hauptsächlich in den Gattungen Haliotis (Abalone) und Strombus (Conch Schnecke).

Perlen bilden sich, wenn ein Fremdkörper in die Muschel eindringt. Er kann dann vom Epithelgewebe des Mantels mit einem Perlsack umhüllt werden und der scheidet winzige, nur etwa eintausendstel Millimeter große sechsseitige Täfelchen aus Calcuimkarbonat in Form von Aragonit aus. Verbunden werden die Plättchen mit einer organischen Hornsubstanz, dem Conchyn, und zusammen bilden sie dann das Perlmutt.

Man teilt die Perlen in zwei große Gruppen ein: die Natur- oder Orientperlen und die Zuchtperlen (engl. cultured pearls, franz. perles de culture).

Naturperlen entstehen, wenn ein Fremdkörper (z.B. Sandkorn, Schalenstückchen durch Verletzung, aber auch organisches Material wie etwa Würmchen oder eine Krabbe) zufällig in die Muschel eindringt. Der Name Orientperle bezieht sich auf den Persischen Golf, der von Europa aus im Osten, im Orient, gelegen ist. Dort wurden schon immer die schönsten natürlichen Perlen gefunden. Mit dem Aufkommen der Zuchtperlen wird heute kaum noch nach Orientperlen getaucht. Das Zentrum für den Orientperlhandel befindet sich traditionell in Bahrain am Persischen Golf.

Bei den Zuchtperlen wird dagegen der Muschel ein künstlicher Kern oder ein Stückchen aus Fremdepithelgewebe eingepflanzt.
Süßwasser-Zuchtperlen mit Kern werden zu Werbezwecken auch häufig als "Ming", "Edison" oder auch "Kasuminga-Oyster" bezeichnet, was tatsächlich jedoch alles das Gleiche ist.
Die Züchtung dieser Perlen erfolgt in eigens gekreuzten Muscheln, welche bereits in Japan genutzt wurden, um Kasugima-Perlen zu züchten. Heute wird die gleiche Kreuzungs-Muschel nun in China verwendet. Diese Kreuzungs-Muschel ist im Vergleich zur klassischen Süßwasser-Muschel von etwas kleinerem Ausmaß, dafür aber dicker. Somit können Perlen mit größerem Durchmesser gezüchtet werden.

Während in den klassischen Süßwasser-Muscheln gleich mehrere Zuchtperlen zugleich gewonnen werden, liegt das Verhältnis der Kreuzung lediglich bei einer einzigen Perle pro Muschel. Ebenso entstehen diese im Inneren der Muschel, der so genannten Gonade, anstelle der bei Süßwasser Zuchtperlen sonst üblichen Außenseite der Muschel - auch Mantel genannt.

Charakteristisch für diese Perlen sind tolle Lüster mit teils metallischem Glanz. Mittlerweile haben die Züchtungen mit Kern Größen von bis zu 16 mm erreicht. In der Barock-Form können sie sogar noch größer werden. Allgemein sind verschiedene Ausprägungen möglich, reichend von der runden Form einer Südsee-Zuchtperle, bis hin zu sehr schönen barocken Tropfen.

Doch ob natürlich oder künstlich, die umhüllende Perlmuttschicht ist bei beiden gleich und nur sie ist für die Schönheit und die Faszination einer Perle verantwortlich.

Zuchtperlarten und die Zuchtgebiete

Zuchtperlen mit Kern (Akoya-Zuchtperlen)

Japan (Inseln Honshu, Shikoku, Kyushu), China (Südküste der Provinzen Guanxi und Guandong)

Größe: 2,5-10 mm, sehr selten bis 12 mm

Farben: weiß, creme-gelb, rosé

Weiße Südsee-Zuchtperlen

Australien (West- und Nordküste), Myanmar, Indonesien, Philippinen, Malaysia, Thailand, Vietnam

Größe: 8-20 mm, meist 11-14 mm

Farben: weiß, rosé, gelb, gold, grün, blau

Schwarze Südsee-Zuchtperlen

Tahiti (Franz. Polynesien), Cook Inseln, Melanesien, Mikronesien, Polynesien

Größe: 8-20 mm, meist 9-12 mm

Farben: hellgrau bis dunkelgrau, silber, schwarz, goldbraun, schwarzbraun, schwarzgrün, bunt

Süßwasserzuchtperlen (mit Kernen oder kernlos)

Japan (Biwa- und Kasumigaurasee), China (hauptsächlich Provinz Jiangsu und Umgebung von Shanghai)

Größe: 2-16 mm, meist 4-7 mm, rund bis barock (unregelmäßig), oft Fantasieformen

Farben: weiß, creme, orange, orange-gelb, orangebraun, gold, purpur, violett, lavendel-graue, schwarze und sehr kräftige bunte Farben sind behandelt.

Mabe-Perlen (zusammengesetzte Zuchtschalen oder Zuchtblisterperlen)

Australien, Japan, Indonesien, Philippinen, Thailand, China, Tahiti, Cook Inseln

Größe: 12-25 mm, meist 15-20 mm (Halbkugel in

verschiedenen Formen mit Verschlussdeckel aus Perlmutt)

Farben: weiß, silberweiß, grau bis schwarz, seltener goldbraun bis violett

 

Bewertung von Zuchtperlen

Die Faktoren für die Bewertung von Perlen beziehen sich auf die Akoya- sowie die Süßwasserzuchtperlen. Von Ausnahmen abgesehen gelten sie auch für die weiteren Zuchtperlarten. Generell werden die Zucht-, aber auch die Orientperlen nur mit dem Auge, d.h. ohne Hilfsmittel bewertet. International gelten dabei die folgenden Kriterien:

Form – Farbe – Lüster – Schichtdicke – Oberfläche

Form

Am höchsten werden symmetrische Formen bewertet, beginnend mit perfekt rund (Perlen müssen auf einer ebenen Unterlage in alle Richtungen rollen), danach folgt annähernd rund – leicht unrund – unrund – deutlich unrund – halbbarock – barock. Unter barock versteht man eine asymmetrische, für das bloße Auge deutlich unregelmäßige Form. Als symmetrisch gelten neben rund auch oval, Bouton (Knopf) und Tropfen.

Farbe

Sie wird in zwei Bestandteile zerlegt, in die Körperfarbe und die irisierende Überfarbe. Die Körperfarbe ist meist weiß bis creme bis gelb oder rosé; bevorzugt werden in Mittel- und Nordeuropa wegen der hellen Hautfarbe weiße und rosa Farbtöne, bei Frauen mit dunklem Teint ist dagegen creme oder gelb ebenso beliebt. Die Überfarbe ist im Licht in dem kleinen Kreis auf der Oberfläche zu sehen. Es sind fast durchsichtige Farben (rosa, blau und/oder grün), die über der Perle zu schweben scheinen. Gegenüber allen anderen Farben werden die Kombinationen rosé-rosé (rosé-blau, rosé-grün, rosé-blau-grün), nur rosé oder weiß-rosé am höchsten bewertet. Am wenigsten beliebt sind dunkelcreme und gelb.

Lüster

Bei natürlichen Perlen wird er als Orient bezeichnet. Man versteht darunter die Stärke des Glanzes, hervorgerufen durch die Fülle des Lichts, das an der Oberfläche der Perle gespiegelt wird. Zu sehen ist der Lüster in der Mitte der Perle, wo die Lichtquelle reflektiert wird. Zur Beurteilung sollte man die Perlen auf eine weiße Unterlage legen und im neutralen Tages- oder entsprechendem Kunstlicht betrachten. Entscheidend für die Beurteilung des Lüsters ist die Dicke der aufgewachsenen Perlmuttschicht und die Gleichmäßigkeit, Feinheit, und Durchsichtigkeit der Aragonittäfelchen. Für die Bewertung des Faktors "Lüster" gibt es folgende fünf Stufen:

sehr gut einheitlich starker Glanz

gut Glanz ist weniger stark und nicht so einheitlich verteilt

mittel schwacher Glanz, verschwommene Reflektion des Lichts

gering Glanz ist schwach, kaum noch Reflektion

sehr gering deutlich matter Glanz, keine Refektion des Lichts; schwacher Glanz, verschwommene Reflektion des Lichts

 

Schichtdicke von Perlen

Die Dicke der aufgewachsenen Perlmuttschicht spielt für die Bewertung von Südsee- und Tahiti-Zuchtperlen keine große Rolle, da sie gegenüber Akoya-Zuchtperlen wesentlich stärker beschichtet sind. Sie reicht von 1,5-5 mm und beträgt durchschnittlich 2-4 mm. Eine wichtige Rolle für den Lüster und die Haltbarkeit spielt sie dagegen bei Akoya-Zuchtperlen. Im Jahr wächst die Schicht um etwa 0,15 mm, bei günstigen Wasserbedingungen können es sogar über 0,20mmsein. Maximal werden die Perlen vier Jahre in der Muschel belassen, heute sind es meist nicht mehr als zwei Jahre.

Die Dicke der Schicht wird in fünf Stufen eingeteilt:

sehr gut 0,6 mm und darüber

gut 0,4-0,5 mm

mittel 0,3-0,4 mm

gering 0,2-0,3 mm

sehr gering 0,15 mm und weniger, Perlen sind matt, da der Kern durchschimmert

 

Oberfläche von Perlen

Die Beschaffenheit der Oberfläche sollte ohne Fehler, also makellos sein. Meistens weist sie aber Wachstumsmerkmale auf, wie etwa Erhebungen, Vertiefungen, matte Stellen oder helle und dunkle Flecken. Man unterscheidet zwischen dem ersten und dem zweiten Blick, d.h. Fehler sollten nicht auf den ersten Blick, sondern erst bei genauerem Hinsehen erkennbar sein. Absolut makellos ist sehr selten und damit auch teuer.

Die fünf Einstufungen für die Oberflächenbeschaffenheit sind:

- makellos

- geringe Wachstumsmerkmale (mit bloßem Auge schwierig zu erkennen)

- Wachstumsmerkmale (mit bloßem Auge zu erkennen)

- deutliche Wachstumsmerkmale (mit bloßem Auge sofort zu erkennen)

- sehr deutliche Wachstumsmerkmale (mit bloßem Auge sofort zu erkennen)

 

Bezeichnung von Perlenketten

Früher waren Perlenketten meistens im Verlauf (franz. chute), d.h. die dickste Perle ist in der Mitte und nach außen nimmt die Größe ab. Das war das klassische Collier mit einer Länge von 45-50 cm. Heute wo dies durch die Zucht wesentlich einfacher ist, sind Perlenketten meist gleichlaufend, also alle Perlen ungefähr gleich groß. Sie werden als Choker bezeichnet und sind, wenn nicht anders angegeben, 40-42 cm lang.

Mehrere gleichlaufende und parallele Perlenstränge, die eng am Hals anliegen, werden als Collier de Chien bezeichnet.

Kurze Ketten unter 38 cm nennt man Shorty oder (franz.) Ras de Cou.

Weitere, eher historische Bezeichnungen sind:

Matinée oder Matinéelänge: 60 cm

Queens oder Queenslänge: 80 cm

Opéra oder Opernlänge: 90 cm

sowie das Soutoir mit: 100-120 cm und noch länger

 

Behandlung und Pflege von Perlen

Durch ihre chemische Zusammensetzung sind Perlen sehr empfindlich und müssen unbedingt gepflegt werden. Perlmutt besteht aus Calciumkarbonat, aus Kalk und ist damit äußert säureempfindlich. Schon Essig genügt und sie werden matt. Conchyn ist eine organische Substanz und damit nicht ewig haltbar. Werden Perlen zu trocken gelagert (z.B. jahrelang im Safe), schrumpft das Conchyn und der Kern wird lose. Andererseits sollten Perlen nicht zu feucht gelagert werden, da sonst das Conchyn quillt; deshalb beim Baden oder Duschen ablegen. Am besten ist es wenn Perlen regelmäßig auf der Haut getragen werden, um die nötige Feuchtigkeit zu erhalten.

Perlen sollten nie mit anderem Schmuck zusammen aufbewahrt werden, da sie weich sind und somit leicht zerkratzt werden können. Ferner sind auf die Dauer Kosmetika, Fette und Sprays der Schönheit der Perle abträglich. Deshalb sollte man Perlen unbedingt ein- oder zweimal im Jahr reinigen lassen. Skielka Designschmuck wird Ihnen auch sagen, ob es notwendig ist, die Perlen neu aufzuziehen.

Wenn Sie dies alles beachten, werden es Ihnen die Perlen mit einem schönen Glanz danken.

Skielka Designschmuck wünscht Ihnen viel Spaß beim Tragen!