Diamanten

Der Diamant

Der Name wird vom griechischen "adamas" = der Unbezwingliche, abgeleitet. Er ist ein Hinweis auf die große Härte des Diamanten, dem härtesten aller Stoffe. Tatsächlich gibt es nichts gleich Hartes oder noch Härteres als einen Diamant. Deshalb gilt er geradezu als unvergänglich.

Brillant, Achtkant, Rose, Baguette sind Schliff-Formen des Diamanten.

Bort = Industrie-Diamant. Dieser Name stammt vom altfranzösischen "bord" oder "bort" = Bastard. Carbonado = schwarzer, mikrokristalliner Diamant.

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Die Farben des Diamant

Die Farbgraduierung wird nach einer Farbskala durchgeführt und hat einen großen Einfluss auf den Wert des Diamanten. Bei den geschliffenen Steinen hat der völlig farblose, der sogenannte "blauweiße" Brilliant, den höchsten Wert. Dieser nimmt in mehreren Stufen bis zum deutlich gelb gefärbten Stein ab. Die internationalen Bezeichnungen für die einzelnen Farbgrade von farblos bis gelb sind nicht ganz einheitlich, weichen aber im Grunde nicht sehr wesentlich voneinander ab. Am Häufigsten sind gelbliche Töne. Die seltener vollen Farben (grün, rot, blau, purpur, braun, gelb und schwarz), die sog. Fantasiefarben ("fancy diamonds"), werden individuell geschätzt und erzielen Liebhaberpreise.

Die Farbgraduierung der facettierten Diamanten 

CIBJO      IDC      GIA      Old Terms      RAL 560 
Hochfeines Weiß      Exceptional white      D,E      River      Blauweiß
Feines Weiß      Rare white      F,G      Top Wesselton      Feines Weiß
Weiß      White      H      Wesselton      Weiß
Leicht getöntes Weiß      Slightly tinted white      I,J      Top Crystal      Schwach getöntes Weiß
Getöntes Weiß      Tinted white      K,L      Crystal      Getöntes Weiß
Getönt 1      Tinted color 1      M,N      Top Cape      Schwach gelblich
Getönt 2      Tinted color 2      O,P      Cape      Gelblich
Getönt 3      Tinted color 3      Q,R      Light Yellow      Schwach gelb
Getönt 4      Tinted color 4      S-Z      Yellow      Gelb


Möchten Sie mehr Informationen über die Hintergründe der Farbgraduierung, dann finden Sie diese unter diesem Link:
https://www.skielka-designschmuck.de/pages/terminologie-der-farbbezeichnungen-von-diamanten

Reinheitsgraduierung: Unter Reinheit eines Diamanten wird in Deutschland nur die innere Vollkommenheit verstanden, in den USA und in Skandinavien auch die äußere Güte. Eingeschlossene Mineralien, Risse und Wachstumserscheinungen beeinträchtigen die Reinheit. Sie werden zusammenfassend als "Einschluss" ("inclusion") bezeichnet, früher auch "Fehler" oder "Kohle" genannt. Als lupenrein gelten geschliffene Diamanten, die bei zehnfacher Vergrößerung mit einer Lupe keine Einschlüsse erkennen lassen. Die bei noch stärkerer Vergrößerung etwa festgestellten Mängel werden bei der Graduierung nicht berücksichtigt.

Die Reinheitsgraduierung der facettierten Diamanten 

CIBJO Definition GIA
Lr: Lupenrein Bei zehnfacher Vergrößerung frei von inneren Merkmalen und absolut transparent. if Internally flawness
VVS: Sehr, sehr kleine Einschlüsse Sehr, sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen. vvs1 vvs 2 Very very small inclusions
VS: Sehr kleine Einschlüsse Sehr kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen. vs 1 vs 2 Very small inclusions
SI Kleine Einschlüsse Kleine Einschlüsse, bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen. si 1 si 2 Small inclusions

 

Der Brillant - Maße und Gewichte 

 Der runde Brillant - Maße und Gewichte

0,95 - 1,05 mm

0,005 ct

3,45 - 3,55 mm

0,16 ct

1,25 - 1,35 mm

0,01 ct

3,60 - 3,70 mm

0,18 ct

1,45 - 1,55 mm

0,015 ct

3,70 - 3,90 mm

0,18 - 0,22 ct

1,60 - 1,70 mm

0,02 ct

3,90 - 4,15 mm

0,23 - 0,27 ct

1,75 - 1,85 mm

0,025 ct

4,15 - 4,25 mm

0,28 - 0,29 ct

1,90 - 2,00 mm

0,03 ct

4,25 - 4,35 mm

0,29 - 0,32 ct

2,00 – 2,10 mm

0,035 ct

4,35 - 4,60 mm

0,33 - 0,37 ct

2,10 - 2.20 mm

0,04 ct

4,65 - 4,80 mm

0,38 - 0,42 ct

2,20 - 2,25 mm

0,045 ct

4,80 - 5,00 mm

0,43 - 0,48 ct

2,25 - 2,35 mm

0,05 ct

5,00 - 5,35 mm

0,49 - 0,57 ct

2,35 - 2,45 mm

0,055 ct

5,35 - 5,55 mm

0,58 - 0,67 ct

2,45 - 2,55 mm

0,06 ct

5,60 - 5,80 mm

0,68 - 0,77 ct

2,55 - 2,65 mm

0,07 ct

5,80 - 6,00 mm

0,78 - 0,87 ct

2,70 - 2,80 mm

0,08 ct

6,00 - 6,25 mm

0,88 - 0,95 ct

2,80 - 2,90 mm

0,09 ct

6,40 - 6,60 mm

1,00 - 1,10 ct

2,90 - 3,00 mm

0,10 ct

6,90 - 7,10 mm

1,20 - 1,30 ct

3,00 - 3,10 mm

0,11 ct

7,30 - 7,60 mm

1,40 - 1,60 ct

3,10 - 3,20 mm

0,12 ct

7,60 - 7,80 mm

1,60 - 1,80 ct

3,20 - 3,30 mm

0,13 ct

8,00 - 8,40 mm

2,00 - 2,25 ct

3,30 - 3,35 mm

0,14 ct

8,80 - 9,40 mm

3,00 - 3,25 ct

3,35 - 3,45 mm

0,15 ct

10,00 - 10,40 mm

4,00 - 4,25 ct

 

Eigenschaften des Diamant

Die Wärmeleitfähigkeit des Diamanten ist überraschend groß, 5-mal größer als diejenige des Kupfers und etwa 40- bis 100-mal größer als die des Saphirs. In Verbindung mit der großen Härte erklärt diese Eigenschaft den vielfältigen Einsatz des Diamanten in der Industrie und in der Technik, z. B. auch als Dreh- und Schneidewerkzeug.

Wegen der vollkommenen Spaltbarkeit dürfen Sie den Diamant nicht gegen eine Kante schlagen. Wenn ihnen z. B. Ihr Diamant-Ring herunterfällt und unglücklich auf einem Steinboden aufkommt, kann er zerbrechen!

Die Ritzhärte beträgt nach Mohs 10, seine Schleifhärte nach Rosival dagegen 11.700. Nach Mohs ist der Diamant nur 1 Einheit härter als der Korund (Rubin, Saphir), nach Rosival dagegen rd. 140 mal härter. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf den einzelnen Kristallflächen verschieden. Darin liegt überhaupt die Möglichkeit, Diamant mit Diamant bzw. Diamantpulver zu schleifen.

Im Jahre 1934 wurde überraschenderweise festgestellt, dass es zwei Arten von Diamanten gibt, nämlich solche, die für langwellige UV undurchsichtig sind und andere, die erst im kurzwelligen UV absorbieren. Sie werden mit Typ 1 (umfasst etwa 98 % aller Diamanten) und Typ 2 (umfasst etwa 2 % aller Diamanten) benannt. Seit dieser Zeit haben sich die Kenntnisse über die Besonderheiten des Diamanten sehr erweitert und auch jede der beiden Typen musste nochmals unterteilt werden. In der Praxis des Edelsteinhandels hat dies keine Bedeutung, wohl aber für den Edelstein-Schleifer.

Diamantenhandel

Diamantenproduktion und Diamantenhandel der ganzen Welt werden zu 80 % von einem Unternehmen geleitet bzw. kontrolliert, welches unter dem Kurznamen „De Beers" bekannt ist. Zahlreiche Teilverbände eines innig verflochtenen Mammutunternehmens von Diamantproduktionsfirmen, Verkaufsgesellschaften, Handelsvereinigungen wie auch Institutionen und Firmen außerhalb des Diamantgeschäfts verbergen sich hinter dem Begriff "De Beers", z. B. "De Beers Consolidated Mines Limited", "De Beers Centenary AG", "Central Selling Organisation" mit der Kurzbezeichnung „CSO".

Abwertend spricht man gelegentlich vom Diamantensyndikat. Sachlich richtiger ist es wohl, "De Beer" ein Imperium zu nennen, wenn man die konzentrierte Macht im Diamantenhandel kennzeichnen will.

Alle sortierten und bewerteten Diamanten gehen nach London zur CSO. Hier werden sie zu Lots ( "selling mixtures" ) für den Verkauf zusammengestellt und zu einem festen Preis angeboten. Teilabnahme gibt es nicht. Kaufberechtigt sind nur wenige (zur Zeit 160) bei der CSO akkreditierte Diamantschleifer, Diamantpolierer und Diamanthändler, die „sightholders" (Sichthalter). Sie erwerben bei den 10 jährlichen Verkaufsveranstaltungen, den "sights" (Sichten), in London, Luzern und in Johannesburg die von der CSO gemäß den angemeldeten Wünschen der Kunden zusammengestellte Ware. Die CSO liefert nur Rohsteine.

Der Weiterverkauf und die Aufteilung der Lots erfolgt von den "Direktkäufern" vorzugsweise auf Diamantbörsen (vereinzelt Diamantklub genannt). Solche Börsen gibt es in Antwerpen, Amsterdam, New York und Ramat Gan/Israel, außerdem in Johannesburg, London, Mailand, Paris und Wien, seit 1974 auch in Idar-Oberstein/Rheinland-Pfalz. Weitaus am bedeutendsten sind die vier Diamantbörsen in Antwerpen, dem größten Diamantenhandelsplatz der Welt. Diamantbörsen sind keine Spekulationsbörsen im üblichen Sinn, sondern Diamanten-Großmärkte.

De Beers kontrolliert und beeinflusst durch sein Verkaufssystem auch die Preise der Makler. Ziel ist es, die Wertbeständigkeit des Diamanten zu erhalten und dubiose Machenschaften im Diamantenhandel zu unterbinden. Eine Zusammenarbeit zwischen den führenden Förderländern unter der organisatorischen Leitung von De Beers liegt im Interesse aller, der Diamantproduzenten wie der Endverbraucher, dem Käufer von Diamantschmuck, weil man dadurch extremen Preisschwankungen entgegenwirken kann.

Gewisse Probleme für eine stabile Marktsituation bereiten jene Länder (wie gegenwärtig Angola, Zaire und Russland), bei denen Diamantproduktion wie Verkauf nicht genügend kontrolliert werden. Die von dort frei angebotenen Diamanten können die Preise des Weltmarkts unkalkulierbar beeinflussen. Tatsächlich haben Diamanten als Wertanlage alle politischen und wirtschaftlichen Stürme der letzten Jahrzehnte überlebt. Dadurch wurde nicht nur Kapital gesichert, sondern auch Millionen von Arbeitsplätzen, direkt oder indirekt mit dem Diamanten verbunden, blieben erhalten. Schließlich macht der Wertanteil der Diamantproduktion über 90 % des gesamten Edelsteinhandels aus.

Entstehung und Lagerstätten von Diamanten

Man weiß heute, insbesondere auch aus den Erfahrungen bei der Herstellung von synthetischen Diamanten, dass der Diamant im Erdinneren unter sehr hohem Druck von ca. 50.000 Atü und Temperaturen von über 1000 Grad Celsius entstanden sein muss. Solche Bedingungen herrschen im Erdmantel in Tiefen von einigen hundert Kilometern in der Zone des sogenannten "Oberen Mantels".p>

Primäre Lagerstätten Der Diamant wurde durch vulkanische Tätigkeit vor etwa 70 - 150 Mio. Jahren an die Erdoberfläche befördert. Das vorliegende vulkanische Gestein heißt Kimberlit und ist ein Si-armes aber Ma-Fe-reiches Gestein. Die durch die vulkanischen Eruptionen entstandenen Aufhäufungen (im Vulkankegel) wurden durch die Erosion abgetragen, so dass letztlich eine Art abgeschnittener Schornstein aus Kimberlit zurückblieb - dies nennt man eine " pipe ". Wegen seiner bisweilen deutlich bläulichen Färbung heißt der Kimberlit auch " blue ground ". Verwittert dieser " blue ground " in den oberen Schichten der „pipe“, so spricht man von " yellow ground " entsprechend der Farbtönung des Verwitterungsproduktes. Aus den oberen Schichten der " pipe " kann der Kimberlit im Tagebau oder aus größerer Tiefe über Stollenvortrieb abgebaut werden.

Sekundäre Lagerstätten Die Erosion der vulkanischen Pipes durch Wasser, Wind, starke Temperaturschwankungen und andere Einwirkungen bewirken eine Beförderung des diamanthaltigen Gesteins durch Bäche und Flüsse zu neuen Lagerstätten. Diese neuen, zweiten Lagerstätten nennt man „sekundär“. Diese sekundären Lagerstätten können auch als grobkörnige Sedimente (ausgetrockneter Bach- oder Flusslauf) oder im Meeresboden auftreten wie z. B. in Namibia. Beim Transport wird das begleitende Gestein zerkleinert, während der Diamant durch seine Härte vielerlei Beanspruchungen zu widerstehen vermag. Insbesondere " geschlossene " Kristalle ohne Beschädigungen überstehen die Beanspruchungen des Transports zu den sekundären Lagerstätten. Man spricht auch von " Seifen ". Oft findet man eine Anreicherung besonders großer und gut geformter Rohdiamanten. Der Anteil der Förderung, der für Schmuckdiamanten geeignet ist, ist bei den sekundären Lagerstätten merklich höher. In Südafrika kommen etwa 80 % der Diamanten aus primären, 20 % aus sekundären Lagerstätten - in Namibia gibt es nur sekundäre Lagerstätten. Um ein Karat Rohdiamanten aus einer primären Lagerstätte (pipe) zu gewinnen, sind durchschnittlich etwa 4 - 5 Tonnen Gestein zu fördern und zu bearbeiten (zerkleinern, sortieren, waschen). Die Ergiebigkeit ist aber von Mine zu Mine sehr stark unterschiedlich, was sowohl die Menge als auch den Wert der geförderten Diamanten betrifft. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der Ergiebigkeit von 1 Karat Rohdiamanten für einige Minen in Südafrika.

Esoterik
Die magische Kraft des Edelsteins ist so stark, dass er sogar Eisen anziehen kann.

Die magische Kraft des Edelsteins ist so stark, dass er sogar Eisen anziehen kann. Bei den Indern ist er ein Allheilmittel, das gegen alle Krankheiten hilft, alle Schmerzen lindert und den Körper stärkt. In der Antike war er ein wirksames Mittel gegen Blasen und Nierenleiden, da er aufgrund seiner Beschaffenheit für alle Steine spricht. Aus diesem Grund musste man sich hüten, einen Diamanten zu verschlucken, denn er würde alle Gedärme zerreißen. Er wurde in Form von Diamant-Pulver und Elixier angewendet. Doch nach der heiligen Hildegard heilt er Trunksucht, Lüge, Bosheit und Hinterlistigkeit, wenn man ihn in den Mund nimmt. Anwendung in der modernen Edelsteinmedizin: Er wirkt auf das Scheitel-Chakra. Das Elixier beseitigt alle Blockaden in und zwischen den feinstofflichen Energiezentren.

Gemmologie

Chemische Zusammensetzung: Kohlenstoff, C ; verbrennt in Luft ab 800 Grad, in Sauerstoff ab 720 Grad, und geht unter Luftabschluß ab 1200 Grad in Graphit über. Diamant wird von Säuren und Alkalien auch bei hoher Temperatur nicht angegriffen.
Mohs -Härte: 10
Dichte: 3,52
Lichtbrechung: einfach: n = 2,42
Doppelbrechung: - 0,008
SKIELKA DESIGNSCHMUCK führt im Online Shop eine Auswahl von Schmuckstücken mit Diamant.  Als Goldschmiede fertigen wir auch gerne Ihr persönliches Schmuckstück mit einem Diamanten. Wenn Sie Fragen zu unseren Schmuckstücken oder Anfertigungen haben sollten, zögern Sie nicht, denn wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0211 - 875 109 65 oder eine Nachricht per Email an info@skielka-designschmuck.de.

Unsere Diamanten stammen aus legalen Quellen, welche nicht zur Konfliktfinanzierung dienen und stehen in Übereinstimmung mit Resulutionen der Vereinten Nationen. Der Verkäufer garantiert hiermit, dass nach seinem persönlichen Wissen diese Diamanten konfliktfrei sind und/oder über schriftliche Garantien von Lieferanten der Diamanten verfügen.

Rohdiamantenketten